Erfolgreiche Autoren finden ihre Ideen meist in der U-Bahn oder auf Reisen, heißt es. In den Gesichtern ihrer Gegenüber. Oder bei überraschenden Treffen in der Straßenbahn und im Flieger. Scherielady ist viel unterwegs - und schreibt gerne drüber. Das kann auch der Schrebergarten um die Ecke sein. Egal wohin der Weg führt - es ist immer eine kleine Reise mit tollen, aber auch skurrilen Begegnungen.
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Toskana: Disneyland läßt grüßen
Freitag, 12. September 2014
Coole Typen als "Rampensäue"
Absoluter Lieblingsort von mir - nur leider viel zu selten besucht: Die Wasserski-Anlage "Strandbad-Wedau" im Duisburger Süden. Dabei würde ich mich niemals freiwillig in den Neoprenanzug zwängen und dort auf dem Wasser im Kreis fahren, geschweige denn eine der Rampen nutzen. Aber eines kann ich richtig gut: Zuschauen, wie die coolen Jungs und Mädels für mich springen, womöglich Salto schlagen oder sonstige Tricks vollziehen, deren englischen Fachbegriffe ich mir nie merken kann. Egal! Mit meiner Picknickdecke und einem Buch auf der Wiese legen, und gemeinsam mit den Enten - und leider auch Kanadagänsen - den Wakeboardern und Wasserskifahrern bei ihren Kunststücken zusehen. Das ist Urlaub pur! Zwischendurch ein lecker Eis oder eine ebenso leckere Pommes am Büdchen holen - und sich immer wieder wundern, wie viele Mitglieder Familie Sühs hat, die seit zig Jahren das Strandbad Wedau mit viel Liebe und Einsatz betreibt. Übrigens: Ein Cousin der Familie ist Besitzer der Wasserskianlage in Langenfeld. In Sachen Wasserski und Wakeboarden macht dem Clan Sühs niemand etwas vor! Und bei ein bisschen Glück, trainiert in Duisburg auch mal ein Weltmeister direkt vor meiner Nase. Einfach Weltklasse! Übrigens: Schwimmen ist dort nicht vorgesehen (der Name täuscht etwas). Und: Der Herbst wird sicher sommerlich - also nix wie hin mit der Picknickdecke. Sportlich-mutige können dort natürlich alles ausleihen und mitmachen:-))Absolute Go-Area:
Strandbad Wedau
Bertaallee 10, 47055 Duisburg
www.wasserski-wedau.de
Dienstag, 19. August 2014
Terrasse mit "goldener Bohnenranke"
Das Forum - ein empfehlenswertes unaufgeregtes Einkaufszentrum in der Duisburger Innenstadt - ist bei gutem Wetter bestens aus der Ferne zu sehen oder zu erahnen: Denn die goldene Leiter, die durch das ganze Gebäude bis durchs Dach gen Himmel ragt, leuchtet dann quasi auf die A59. Und erinnert mich immer an das Märchen mit Hans und seiner Bohnenranke. Fast ist man versucht, die Leiter zu erklimmen, um auf den Wolken zu tanzen.

Im goldenen Schatten dieser Leiter hat Karstadt eine Terrasse für das geräumige Restaurant "Le Buffet" (übrigens mit tollem frischen Essen bei Selbstbedienung) eingerichtet, die beim ersten Besuch überrascht - weil man sie dort einfach nicht vermutet. Mein Dank an den schottischen Autor Robert Tonks, dem Erfinder des Denglisch-Diploms, für diesen tollen Tipp.
Und wie so häufig in Duisburg: Tolle Locations sind (leider oder Gott sei Dank) meist Geheimtipps - und daher sind auch genügend freie Plätze frei. Wer Glück hat, erwischt solche, die den direkten Blick auf das wunderschöne Theater Duisburg ermöglichen. Dass mit seinen Säulen und seiner Architektur viele andere in unserer Region in den Schatten stellt.
Leider konnte ich die Terrasse nur bei schlechtem Wetter fotografieren. Aber mit ein bisschen Phantasie ist es möglich, sich diesen außergewöhnlichen Platz vorzustellen. Chillen über Duisburgs Dächern - und wer weiß: Vielleicht residiert gerade ein Promi im Luxushotel rechts gegenüber und winkt uns zu?
Absolute Go-Area:
Forum, Königstr. 48, 47051 Duisburg
3. Obergeschoss Karstadt, "Le Buffet"
Nachteil: Das Parken im Forum ist für Duisburger Verhältnisse (1,50 Euro/Stunde) teuer. Aber bequem, denn von dort sind Leiter und Terrasse bestens zu erreichen.
www.forumduisburg.de
Freitag, 15. August 2014
Prenzlauer Berg am Fürstenplatz?
Ich lebe gerne am Fürstenplatz. Seit Jahren. Zwar machen die Immobilienhaie das Veedel zur Gefahrenzone für bezahlbares Wohnen. Aber das geht auch andern Veedeln in Düsseldorf leider so.
Was mir überhaupt nicht gefällt, ist das arrogante Benehmen von vermeintlich kundenorientierten Boutiqueverkäuferinnen. Erst der Scannerblick, als wir den Laden betreten. Dann der nasal-bornierte Hinweis, dass hier vorne die neue Kollektion zu sehen sei. Logisch, sind ja auch schon Herbst- und Wintersachen mit viel Fell und Strick dabei, das sehen wir auch. Hinten wären aber auch noch einige Sale-Artikel zu finden. Wie bitte? Woher will die gute Dame wissen, dass wir uns ihre biologisch-vegan-abbaubaren Klamotten nicht leisten wollen?
Egal, tapfer quälen wir uns langsam schlendernd und somit bewusst selbstbewusst durch den Laden - ständig mit Argusaugen beobachtet. Berühren wir einen Pullover, wird der sofort wieder gerichtet. Nach 10 Minuten verlassen wir kopfschüttelnd die Boutique - wobei wir davon ausgehen, dass unsere Taschen dabei noch heimlich gescannt werden. Nicht, dass wir aus Versehen ein 150 Euro teures Bio-Baumwoll-handgepflücktes T-Shirt mitgenommen haben.
Als wir dann noch erfahren, dass unser Lieblingscafé um die Ecke demnächst von eben dieser Boutique betrieben wird, machen wir uns dann doch so unsere Sorgen, ob nach der Lorettostraße jetzt auch der Oberkasseler Chabby-Chic à la Prenzlauer Berg definitiv Einzug hält am Fürstenplatz - und wir unseren Latte künftig woanders trinken müssen? Eines ist in jedem Fall klar: Diese Boutique sieht Scherielady nie wieder!
Besser-vermeiden-Tipp von Scherielady:
Chrystall, Fürstenplatz 5, 40215 Düsseldorf
Was mir überhaupt nicht gefällt, ist das arrogante Benehmen von vermeintlich kundenorientierten Boutiqueverkäuferinnen. Erst der Scannerblick, als wir den Laden betreten. Dann der nasal-bornierte Hinweis, dass hier vorne die neue Kollektion zu sehen sei. Logisch, sind ja auch schon Herbst- und Wintersachen mit viel Fell und Strick dabei, das sehen wir auch. Hinten wären aber auch noch einige Sale-Artikel zu finden. Wie bitte? Woher will die gute Dame wissen, dass wir uns ihre biologisch-vegan-abbaubaren Klamotten nicht leisten wollen?
Egal, tapfer quälen wir uns langsam schlendernd und somit bewusst selbstbewusst durch den Laden - ständig mit Argusaugen beobachtet. Berühren wir einen Pullover, wird der sofort wieder gerichtet. Nach 10 Minuten verlassen wir kopfschüttelnd die Boutique - wobei wir davon ausgehen, dass unsere Taschen dabei noch heimlich gescannt werden. Nicht, dass wir aus Versehen ein 150 Euro teures Bio-Baumwoll-handgepflücktes T-Shirt mitgenommen haben.
Als wir dann noch erfahren, dass unser Lieblingscafé um die Ecke demnächst von eben dieser Boutique betrieben wird, machen wir uns dann doch so unsere Sorgen, ob nach der Lorettostraße jetzt auch der Oberkasseler Chabby-Chic à la Prenzlauer Berg definitiv Einzug hält am Fürstenplatz - und wir unseren Latte künftig woanders trinken müssen? Eines ist in jedem Fall klar: Diese Boutique sieht Scherielady nie wieder!
Besser-vermeiden-Tipp von Scherielady:
Chrystall, Fürstenplatz 5, 40215 Düsseldorf
Mittwoch, 13. August 2014
Paris - zwischen Touri-Invasion und Oasen-Glück
Bienvenu à Paris! Schön mal wieder da zu sein - nach so viel Jahren Abstinenz. Und es gibt erstaunliches zu entdecken: Die Kellner - garcons - können plötzlich höflich sein, auf teure Terrassengetränke (6 Euro das große Bier) hinweisen und: Sie sprechen Englisch. Fantastique! Weniger schön: Die Pariser sind schon ein aggressives Völkchen. Von wegen südländische Nonchalance und Gelassenheit, wenn der Kotflügel an Madames SVU mal einen Kratzer vom kleinen Smart des "Monsieur Elégant" bekommt. Non, non - da wird zur Freude der Touristen ein perfektes temperamentvolles Streitgespräch in Hochfranzösisch aufs Betonparkett gelegt. Merveilleux!
Oder von wegen Toleranz von Rauchern gegenüber Nichtrauchern und umgekehrt. Zut - da ist kein Platz für fraternité, égalité usw! Fluchend verlässt das Raucherpaar die Terrasse und beschimpft die schwarzhäutige Nichtraucherin, die sich freundlich beschwert und einfach einen Stuhl weiter gesetzt hatte, mit den schönen Worten: "Vous etes une caricature de pétasse!" Formidable!
Ein Paris-Besuch im August ist großes Kino - nichts für schwache Nerven, denn überall sind die chinesischen Groß-Fußtruppen unterwegs, die auf dem Weg zu Mona Lisa (im Louvre steht überall Monna) oder Sacré Coeur alles niedertrampeln, was sich in den Weg stellt.
Was sich nicht verändert hat: Die Versuche, Touris mit billigen Tricks um ihr Geld zu bringen. Huch, haben Sie diesen goldenen Ring verloren, der plötzlich vor unseren Füßen im Staub liegt? Oder: Wollen Sie nicht diese Petition unterschreiben - kostet 10 Euro! Quelle créativité criminelle!
Schlussfolgerung: Paris ist absolut eine Reise wert - alleine für Jardin du Luxembourg, Seine-Ufer und die vielen kleinen grünen Oasen, die hier nicht verraten:-)), gerne aber auf Anfrage weitergeflüstert werden. Aber psst, sonst sind sie bald wieder von Touri-Invasionen eingenommen. Quelle horreur!:-))
Tipps von Scherielady:
Bezahlbares Hotel in Arrondissment voller KontrasteOder von wegen Toleranz von Rauchern gegenüber Nichtrauchern und umgekehrt. Zut - da ist kein Platz für fraternité, égalité usw! Fluchend verlässt das Raucherpaar die Terrasse und beschimpft die schwarzhäutige Nichtraucherin, die sich freundlich beschwert und einfach einen Stuhl weiter gesetzt hatte, mit den schönen Worten: "Vous etes une caricature de pétasse!" Formidable!
Ein Paris-Besuch im August ist großes Kino - nichts für schwache Nerven, denn überall sind die chinesischen Groß-Fußtruppen unterwegs, die auf dem Weg zu Mona Lisa (im Louvre steht überall Monna) oder Sacré Coeur alles niedertrampeln, was sich in den Weg stellt.
Was sich nicht verändert hat: Die Versuche, Touris mit billigen Tricks um ihr Geld zu bringen. Huch, haben Sie diesen goldenen Ring verloren, der plötzlich vor unseren Füßen im Staub liegt? Oder: Wollen Sie nicht diese Petition unterschreiben - kostet 10 Euro! Quelle créativité criminelle!
Schlussfolgerung: Paris ist absolut eine Reise wert - alleine für Jardin du Luxembourg, Seine-Ufer und die vielen kleinen grünen Oasen, die hier nicht verraten:-)), gerne aber auf Anfrage weitergeflüstert werden. Aber psst, sonst sind sie bald wieder von Touri-Invasionen eingenommen. Quelle horreur!:-))
Tipps von Scherielady:
Hotel mit Louvre, Palais Royal und Opéra um die Ecke
Brasserie mit guten Fischgerichten inkl. Austern
Fast schon sensationell: die Bistrotters
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